Felsenkeller

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Der Felsenkeller bietet mit dem atemberaubenden Ballsaal, mit seinem wunderschönen Biergarten und mit dem kleinen, alternativen Club NAUMANNs eine ganz eigene kulturelle Mischung aus Konzerten, Lesungen und Tanzveranstaltungen, aus Theaterproduktionen, Varieté-Shows, Märkten und Bällen.

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Biergarten Update.

Wir öffnen am Dienstag, 29.06.2021 den Biergarten bereits ab 15:00 Uhr und zeigen am Abend das Spiel England – Deutschland. Bitte habt aber Verständnis, dass wir keine Reservierungen annehmen. Ab Juli haben wir dann täglich geöffnet. 🔴 MO – FR: ab 15:00 Uhr 🔵 SA & SO: ab 14:00 Uhr

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Die nächsten Veranstaltungen

Leipzig Allstars (Neuer Termin)

25.09. | Sa | 16:00
Ballsaal

Leipzig Allstars (Neuer Termin)

💥• Blacktoothed
💥• Welk (NEU!)
💥• Leave.
💥• Letters Sent
💥• Me On Monday
💥• The Sleeper
💥• Storyteller
💥• Wither
**
📣• Einlass 15Uhr
📣• Beginn 16Uhr
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 • Es gelten die 3Gs. (geimpft, getestet, genesen) Haltet bitte Eure entsprechenden Aus- und Nachweise bereit. 

• Jede/r kann sich kostenlos im Felsenkeller testen lassen. Wir empfehlen hier einen Termin zu vereinbaren: https://deintestzentrum.de/standort/leipzig

 • Weiterhin gilt: Sitzkonzert unter Hygiene-Auflagen. (Freie Platzwahl) 

 • Masken-Pflicht im Haus (Außer am Tisch)

 • NEU: Getränke gibt es normal an der Bar.

Einlass: 15:00 Uhr
Mehr Infos zu Tickets Altersbeschränkungen gibt es hier: Felsenkeller Leipzig

Wilhelmine - „Herz, W. - Tour“

06.10. | Mi | 00:00
NAUMANNs

Wilhelmine – „Herz, W. – Tour“

Wilhelmine hat in ihren bisherigen Songs viel Mut bewiesen: sie machte gleich in ihrer ersten Single „Meine Liebe“ ihr Coming Out zum Thema, in „Du“ Alkoholsucht im engsten Familienkreis und in „Solange du dich bewegst“ den Schritt zur Selbstliebe, kurzum: sie hat „mit einem Scheinwerfer in alle Richtungen geleuchtet und geschaut, was wirklich hinter den Dingen steckt“, wie sie im Frühjahr zur Veröffentlichung ihrer Debüt-EP „Komm wie du bist“ kommentierte. Ihr Mut wurde belohnt: als die Berliner Künstlerin eben jene Debüt-EP ankündigte, schossen die CD und das Vinyl prompt auf Platz 1 & 2 der „Aufsteiger des Tages“ bei Amazon, sie durfte im „ARD Morgenmagazin“ vor einem Millionenpublikum auftreten und ihre erste eigene Headliner-Tour in 2021 ist schon jetzt größtenteils ausverkauft.

Die Fans lieben Wilhelmine für ehrliche Texte, mit denen sie sich identifizieren können, zugleich gelingt ihr das Kunststück, einen als Hörer mit einem guten, aufbauenden Gefühl aus ihren Songs zu entlassen – „ihre Mission ist es, liebevolle Botschaften in ihren Songs unterzubringen und diese mit sehr akustischen Beats und organischen Pop-Sounds zusammenzubringen“, wie Diffusmag urteilte, die Wilhelmine zu den „10 besten neuen KünstlerInnen“ 2020 zählen. Wilhelmine, das ist Empowerment in Musikform – und genau da will sie mit ihrer kommenden Musik anknüpfen. Indem sie weiterhin mutig bleibt, „sowohl in meinen Texten als auch mit meiner Musik“.

Einen ersten Eindruck davon vermittelt ihre neue Single „Drip“ – ein Song, bei dem sie gemeinsam mit ihren angestammten Produzenten Jules Kalmbacher und Jens Schneider beschloss, „wirklich komplett auf Reset zu drücken und einfach zu gucken, worauf wir Bock haben.“ Schon der Titel überrascht – man könnte glatt vermuten, Wilhelmine habe deutschen Pop gegen amerikanischen Hip-Hop eingetauscht. Ganz so ist es dann zwar nicht – Wilhelmine singt weiterhin und sie bleibt der deutschen Sprache treu –, doch wer ihre bisherigen Songs kennt, wird sich mit seinen Fäusten definitiv verwundert die Augen reiben – und sie dann sehr schnell begeistert in die Höhe recken. Ein staubtrockener Funk-Bass und peitschende Drums bilden den Unterbau der extrem frischen Produktion, himmlische Geiger und verträumte Melodien den Überbau – und dazwischen singt Wilhelmine mit kecker Ironie von ihrem Leben, in dem nach außen hin scheinbar alles extrem „instagramable“ gut läuft, es in Wahrheit aber auch Tage gibt, an denen einfach alles nur doof ist. Und dann macht es eben „drip-drop und mir läuft ‘ne Träne ins Gesicht“.

„Mein Leben ist perfekt, hab immer gute Laune / Liege an ‘nem See, nein, ich bin niemals traurig … Geld ist kein Problem, denn bei mir läuft’s verdammt gut“ – vor allem die Zeilen der ersten Strophe sind eine direkte Reaktion auf Nachrichten, die Wilhelmine in den sozialen Netzwerken erhielt. „Die sagen dann zum Beispiel: ‚Hey, du bist doch immer auf einem Hausboot, ne? Krass, du liegst schon wieder an einem See. Du hast echt ein perfektes Leben.’ Leute, die nicht so ganz nah dran sind, werten was sie sehen und nehmen das als Richtlinie, wie es mir geht. Nur, weil ich einen vorbeifliegenden Schwarm Vögel in Slow-Motion filme und darunter Musik lege, bedeutet aber nicht, dass es mir gutgeht.“ Es ist der schwierige Spagat, den Künstler heute hinlegen müssen: sie wollen in den sozialen Netzwerken präsent sein, die Leute auf dem Laufenden halten und sich dabei authentisch zeigen, zugleich jedoch ist gerade im Rampenlicht eine Privatsphäre wichtiger denn je – „Ich bin gut darin, nicht immer alles zu zeigen“, singt Wilhelmine dazu im Song vielsagend.

Grundsätzlich jedoch liebt Wilhelmine den direkten Kontakt zu ihren Fans, auch und gerade, weil er ein wechselseitiger ist: „Letztens hat mir nach einem Konzert jemand rückgemeldet, dass ich sehr sensibel oder zerbrechlich wirke. Und das ist eigentlich absolut gar nicht das, was ich bin“, berichtet sie. „Da habe ich mich gefragt: interessant, dass meine Bühnenpräsenz das auch macht. Andere sind bei der gleichen Show und nehmen mich als total stark wahr, und zugleich sagt mir jemand, dass er mich als sensibel wahrnimmt und hofft, dass ich quasi nicht daran zerbreche. Das ist so spannend, weil ich an einem Punkt bin, der viel weiter ist als das. Ich habe aus meinen Schwächen bereits Lieder gemacht und präsentiere sie auf einer Bühne. Das heißt, ich bin eigentlich an einem ganz anderen Punkt: der Darüber-reden-können-Stärke.“

Wilhelmine nutzte die vergangenen Wochen und Monate, in denen für so viele Künstler so wenig ging, so kreativ wie möglich. Sie ergriff trotz Corona jede Chance, live zu spielen – bei Livestreams wie dem vielbeachteten „TV Noir“-Wohnzimmerkonzert, einem Drive-In-Konzert in Wuppertal oder halbwegs regulären Konzerten mit Publikum, u.a. im Tipi am Kanzleramt am 3. Oktober, aber auch bei unkonventionellen Aktionen wie einem Überraschungskonzert auf der Examensfeier eines Fans. „Ja: es ist super herausfordernd und super schwierig. Aber ich versuche, mich irgendwie einfach dem Rhythmus anzupassen und mich nicht als Opfer zu sehen. Ich bin gesund. Ich darf Musik machen. Ich kann weiter kreativ sein“, sagt sie. Und kreativ war sie in der Tat: „Ich habe in der Zeit des Lockdowns rund 15 Lieder geschrieben. Daher haben wir jetzt ausreichend Material, aus dem wir wählen können, was wir als guten nächsten Schritt empfinden.“ Ob es in die Richtung von „Drip“ gehen wird oder ganz anders? Da hält sich Wilhelmine noch bedeckt. Fest steht: sie wird mutig bleiben.

Einlass: 19:00 Uhr
Mehr Infos zu Tickets Altersbeschränkungen gibt es hier: Landstreicher Konzerte

Bokassa (Wird verschoben)

07.10. | Do | 20:00
NAUMANNs

Bokassa (Wird verschoben)

Frankfurt, 22. September 2021 – Die norwegische Rockband Bokassa hat beschlossen, die europäischen Termine 2021 im Rahmen der Veröffentlichung ihres neuesten Albums „Molotov Rocktail“ (Napalm Records) zu verschieben.

Die Band erklärt: „Wir bedauern Euch mitteilen zu müssen, dass aufgrund der anhaltenden Beschränkungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und der Ungewissheit, dass die lokalen Behörden eine sichere Umgebung bieten können, in der die Fans unsere Shows in vollen Zügen genießen können, die europäischen Termine der „Molotov Rocktail“-Release-Tour im Oktober 2021 leider nicht stattfinden werden. Die Auftritte in England, Schottland und Wales sind von der Verschiebung nicht betroffen und finden wie geplant statt. Wir werden diese Shows zu einem sicheren und aufregenden Erlebnis für das Publikum machen.“

Alle europäischen Termine werden auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2022 verschoben. Neuansetzungen werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit für die neuen Termine.

Einlass: 19:00 Uhr
Mehr Infos zu Tickets Altersbeschränkungen gibt es hier: Mawi Concert

Venom Prison (Abgesagt)

08.10. | Fr | 20:00
NAUMANNs

Venom Prison (Abgesagt)

Achtung: diese Veranstaltung wurde leider abgesagt.

Einlass: 19:00
Mehr Infos zu Tickets Altersbeschränkungen gibt es hier: Felsenkeller Leipzig

International Music

09.10. | Sa | 20:00
NAUMANNs

International Music

International Music
„Ententraum“ Tour 2021
Präsentiert von: Musikexpress, Diffus, Musikblog, ByteFM
09.10.2021
Leipzig, Naumanns
Einlass: 19:00 | Beginn: 20:00
Der Traum der Ente
„Also pass auf: Ich war ein Mensch, der im Schlaf geträumt hat, dass er eine Ente ist!“, so beginnt ein Sketch von Karl Valentin, in dem sich der Protagonist drei Minuten lang darüber beschwert, aufgeweckt worden zu sein, bevor er im Traum als Ente einen Wurm fressen konnte… Willkommen in der fabelhaften Welt der Ente, willkommen zum zweiten International Music- Album mit dem fantastischen Titel „Ententraum“. Die Band hat ihr Album zwar nicht nach der alten Karl-Valentin-Nummer benannt, aber es ist doch ein schöner Zufall.
Peter Rubel, Pedro Goncalves Crescenti und Joel Roters wurden in diesem mehr als einstündigen Psychedelic-Rock-Trip beim kollektiven Träumen glücklicherweise von niemandem gestört. Höchstens von Produzent Olaf O.P.A.L, aber der ist nach der Produktion des gefeierten Vorgängeralbums „Die besten Jahre“ und dem nicht weniger erfolgreichen Album „Nenn mich Musik“ ihrer Schwesterband The Düsseldorf Düsterboys längst ihr Haus- und Hofproduzent geworden. Er stört also überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil!
„Wenn ich wüsste, was in dieser Kiste ist, küsste ich Dich, den Fürst von Metternich“, mit diesen Zeilen beginnt die Reise und schon befinden wir uns mittendrin im 17 Lieder starken Ententraum- Epos. Aber Moment mal, meinen die tatsächlich den europäischen Politiker?! Oder den nach ihm benannten Sekt aus dem Rheingau?! Dann wiederum würde auch die besungene Kiste wieder Sinn machen. Die Musik dieses Traums klingt jedenfalls so, als hätten die Beatles ihre Inspiration für das Weiße Album nicht nur in Indien, sondern auch bei einem schottischen Dudelsackvirtuosen gesucht. Aber kaum hat man seine Gedanken zum fraglichen Fürsten etwas geordnet, da taucht auch schon ein gewisser Herr Schmidt als „Gedankenzähler“ auf. Dieser merkwürdige, von Pedro Concalves-Crescenti gesprochene Charakter, tritt auf diesem Album immer mal wieder als eine Art manischer Philosoph in Erscheinung. Er ist es auch, der sich später auf der Platte für den „Traum der Ente“ verantwortlich zeigt. Auch wenn Peter Rubel ihm dabei immer wieder ins Wort fällt – und das nicht nur in diesem Song.
Der Gedankenzähler jedenfalls scheint vor allem ein großer Geschichtenerzähler zu sein, voller versponnener und entzückender Ideen. Aber das wirklich Verrückte auf diesem Album: Alles in diesem surrealen Ententraum ergibt sofort Sinn, wenn die Band zum Chorgesang anstimmt. Der für International Music so typische Harmonie- Gesang, der immer so klingt, als singen The Byrds gerade zusammen mit Ian Curtis. Sixties- Pop und 80er Jahre Postpunk in einer vollkommen stimmigen Melange. Flowerpower in einer Welt aus Beton und Glasfaserkabeln. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob gerade die „Beauty of the bar“ oder ein „Wassermann“ besungen wird, ob wir uns mit ihnen auf die „Insel der Verlassenheit“ oder in die „Höhle der Vernunft“ begeben. Am treffendsten bringt es die Band selbst im Song „Misery“ auf den Punkt: „Die Sprache ist eklektisch. As you and me!“ Doch sobald der Chorgesang aufblüht, ist die Band über „All this misery“ komplett erhaben. Das Herz geht einem auf – und das ohne jeden Deutschrock-Pathos!
Da wird sich zwischendrin lieber in bester S.Y.P.H.-Punk-Manier mit verzerrten Instrumenten gegenseitig angemacht und „Spiel Bass!“, geschrien, Oder es erklingt, wie im Song „Marmeladenglas“, ein Stoner-Rock-Riff, das sich im Laufe des Stücks zum monotonen Drone entwickelt, weil Drummer Joel Roters den Schlagzeug-Einsatz so schön lang herauszögert. Und wenn es schließlich in dem Song „Zucker“ heißt: „Falsche Leute angelacht / Zu viel nachgedacht / Weltraumschrott im Treppenhaus / und der Blues schaut aus seiner Wohnung / in seinem Samtpullover in dunkelblau / Hart aber fair, am Start und zwar sehr“, dann sind die Fehlfarben aus „Monarchie & Alltag“ tatsächlich nicht mehr weit.
Vielleicht sind International Music so etwas wie eine hochmusikalische Punkband. Wobei sie unbedingt auch eine Krautrock-Band sind, hörbar große Verehrer von La Düsseldorf, sich aber immerzu dem Song verpflichtet fühlen. Ebenso unüberhörbar: Der Einfluss der brasilianischen Tropicalismo-Bewegung.
Aber nun, so eine Ente ist ein außerordentliches Tier: Sie kann schwimmen, tauchen, gehen und fliegen! Genauso vielseitig bewegt sich diese Band auch zwischen den Musik-Genres. Sie macht eben immer auch das exakte Gegenteil von dem, was man ihr gerade nachsagen möchte.
So wirkt ihr Ententraum am Ende wie ein Konzeptalbum, das einem die ganze Zeit über zu sagen scheint, dass es wohlmöglich nicht nur ein, sondern unendlich viele Konzepte gibt. Lauter lose Fäden in einem surrealen Tagtraum. Da kommen dem gebannt lauschenden Hörer, der gebannt lauschenden Hörerin, sofort The Doors und ihr Song „Light my fire“ in den Sinn. Diese Referenz ist nicht einmal weit hergeholt, denn International Music beeindrucken uns in diesen 64 Minuten vielfarbiger Träumereien mit hoher Intensität und packender Dramaturgie, wie es eben nur die ganz großen Bands können. Und wieder ist den drei Musikern aus Essen dabei eine große Liebeserklärung an die Formation Schlagzeug, Bass und Gitarre gelungen. „Der grüne Sarg und sein Pronom / wenn ich’s denke, weiß ich schon / Der Dschungel ist mein Zuhause / Ein grünes Band umarmt mich zart (…) weder weich, noch hart“, heißt es schließlich im vorletzten Stück. Musik und Poesie im hochinspirierenden Zusammenspiel von Mensch und Natur.
Aber fassen wir lieber nochmal zusammen, bevor wir uns vor lauter Begeisterung am Ende noch überschlagen: Der „Ententraum“ ist ein humorvolles, sprachverliebtes, psychedelisches (Anti-) Konzeptalbum voller Hits für hochkomplizierte Zeiten. Ein Album, mit dem sich die Träumer Peter Rubel, Pedro Goncalves- Crescenti und Joel Roters wieder „raus aus’m Zoo“ und „rein ins Geschäft“ wagen. Karl Valentin hätte vermutlich große Freude an diesem Werk gehabt.

Einlass: 19:00 Uhr
Mehr Infos zu Tickets Altersbeschränkungen gibt es hier: Landstreicher Konzerte

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